Entsorgungsbetriebe Essen GmbH

 

Ruhr.2010


Unsere Stadt. Unser Klima.

Anerkannter Entsorger mit gutem Riecher

10 Jahre Entsorgungsbetriebe Essen GmbH: Gesundes Unternehmen macht Gewinn

Die Nebel, die anfänglich über dem Wagnis lagen, haben sich längst gelichtet: Ein Jahrzehnt nach der Ausgliederung aus der städtischen Verwaltung steht eine gesunde GmbH als Entsorgungsbetriebe Essen da. Kassenlage, Fuhrpark und Belegschaft sind in bester Verfassung.

Von oben betrachtet leuchtet der Zentralbetriebshof der Entsorgungsbetriebe Essen GmbH (EBE) vor allem – weiß. Die Wagenfarbe symbolisiert so einfach wie eindrücklich den Wandel, den die heutige „Entsorgungsbetriebe Essen GmbH“ durchgemacht hat, seitdem sie aus dem alten Stadtamt 70 herausdestilliert wurde.

Privatisierung war in aller Munde und Essen machte mit. Geschäftsführer Klaus Kunze, damals Leiter des Umweltamtes, übernahm Anfang 1997 auf Wunsch des Oberstadtdirektors Hermann Hartwich auch die Leitung der Stadtreinigung und des Fuhrparkes. Als „zweiter Werksleiter“ sollte er die EBE aufbauen.

Über den Zwischenschritt einer „eigenbetriebsähnlichen Einrichtung“ wurde die EBE schließlich als GmbH gegründet.  Seit seinem ersten Betriebsjahr fährt der selbstständige Ableger Gewinne ein (vgl. Abschnitt Zahlen). Fazit: Dieses Essener Modell des „Public Private Partnership“ ist wirklich gelungen.

Das neue Unternehmen begann bescheiden: nur mit Geschäftsführer und Sekretärin. Erst ab 1999 kamen nach und nach weitere Mitarbeiter dazu, etwa Thomas Ehlert als Prokurist. „Eines meiner Hauptanliegen war der Bewusstseinswandel, um den Schritt zum Dienstleister zu festigen“, erinnert sich Klaus Kunze.

Thomas Ehlert baute das operative Geschäft mit auf. „Unser Ziel war, die bestehenden Strukturen zu durchleuchten und zu optimieren“, beschreibt er. „Das Schwierige dabei: Die Mitarbeiter auf die neue Zeit einzustimmen und sie mitzunehmen. Wir wollten rüberbringen, dass wir alle an einem Strang ziehen.“

Neubau und junge Flotte sichern den Betrieb

Schwierig gestaltete sich zunächst die Logistik, denn der neue Betrieb, seine Mitarbeiter, Fahrzeuge und Ausstattung waren über die gesamte Stadt verteilt. Einen zentralen Standort wie heute gab es nicht. Die Enge und Behelfsmäßigkeit beispielsweise am traditionellen Standort des Fuhrparkes an der Elisenstraße ist vielen lebhaft in Erinnerung geblieben.

Der neu gebaute Zentralbetriebshof an der Pferdebahnstraße beendete diesen Zustand im März 2003. Das gesamte Gelände war zuvor umgestaltet worden, etliche Blindgänger entschärft und Verwaltungs- und Betriebsgebäude errichtet worden. Der Neubau sollte auf Jahre hinaus ausreichend Platz bieten. „Er hat unsere Erwartungen mehr als erfüllt“, findet Klaus Kunze. „Kürzere Wege, moderne Ausstattung in Technik und Hygiene, eine zentrale Stelle für die Planung, Fahrzeugwartung und Anlaufstelle für die meisten Mitarbeiter.“

Der Standort ist inzwischen ein echtes Sahnestück geworden: großzügig, stadtnah und mitten im Geschehen. ThyssenKrupp baut gleich nebenan seine neue Hauptverwaltung samt Führungskräfteakademie und gestaltet ein ganzes Stadtviertel, der Berliner Platz mit seinen Neubauten ebenfalls nicht weit entfernt.

Entscheidend für den Alltag der EBE ist zudem ein zuverlässiger, moderner Fuhrpark. Seit Jahren wird kräftig investiert, damit die Verfügbarkeit der Flotte gesichert ist. Früher waren oft zwölf Jahre alte Wagen im Dienst. Heute liegt das Durchschnittsalter bei vier bis fünf Jahren, je nach Fahrzeugtyp. Nach acht Dienstjahren sollen die Fahrzeuge in die Reserve.

Guter Riecher für den Markt

Die EBE bemüht sich fortlaufend um neue Geschäftsfelder. Ein Bestreben, was den Essenern beispielsweise sehr früh, nämlich bereits ab 2001 die Blaue Tonne für Altpapier beschert hat. Nach einem erfolgreichen Modellversuch in vier Stadtteilen, der die Akzeptanz bei den Bürgern klären sollte, wurde die Einführung vom Rat der Stadt Essen ab 2004 beschlossen. Damit bewies die EBE einen ausgezeichneten Riecher für Papier als Wertstoff.

Seit zehn Jahren stimmen bei der EBE auch die Ergebnisse. Nur das erste Jahr als Eigenbetrieb brachte rote Zahlen ein (3 Mio. DM Verlust), bereits das erste GmbH-Jahr ging mit
1 Mio. Mark ins Plus. „Seit drei Jahren liegen wir um 5 Mio. Euro Gewinn nach Steuern. Darüber freue ich mich jedes Jahr“, so Klaus Kunze.

Die Gründe sieht er in der guten Abstimmung und den kompetenten Mitarbeitern. „Die Zusammenarbeit zwischen Aufsichtsrat, Geschäftsführung und Arbeitnehmervertretung klappt gut. Ohne die Mitarbeiter könnte ich machen, was ich will – da wäre die EBE nichts!“



Entsorgungsbetriebe Essen GmbH, © 2009