Arbeitsschutz der EBE gewinnt satte Prämie

Mittwoch 9. Oktober 2013

Ausgezeichnete Umsetzung der gesetzlichen Vorhaben

Wirklich ausgezeichnet ist schon zum zweiten Mal die Qualität des Arbeitsschutzes bei den Entsorgungsbetrieben Essen (EBE). Bei der freiwilligen Prüfung durch die Unfallkasse NRW räumt der Betrieb die höchste Prämie ab. Neben dem positiven Eindruck bringt das 32.000 Euro Preisgeld. Die offizielle Verleihung findet am Donnerstag an der Henrichshütte in Hattingen statt.

„Kein Wunder“, gibt sich Dr. Kerstin Bernholz, Leiterin der Stabsstelle Arbeitssicherheit, selbstbewusst, „wir setzen ja auch Maßstäbe in der Arbeitssicherheit!“ Im Vergleich zu anderen Entsorgungsunternehmen liege die EBE in quasi vielen Belangen des Arbeitsschutzes vorne.

„Sei es die Arbeitsschutzkleidung, die Betriebsanweisungen, die Gefährdungsbeurteilungen oder die praktische Umsetzung der Unfallverhütungsvorschriften in den Arbeitsbereichen – alles vorbildlich.“

Das fanden auch die Prüfer der Unfallkasse NRW, die als Unfallversicherungsträger der EBE in einer Art Wettbewerb ihre Mitglieder eingeladen hatte, sich einer großen Prüfung zu stellen. „Prämiensystem 2013“ nennen sie das. Einen umfangreichen Fragebogen von 17 Seiten galt es zu beantworten. Da gab es z. B. eher allgemeine Fragen wie „Finden Untersuchungen von Unfällen oder Störungen statt?“. Aber auch detailliertere wie „Ist der Ablauf zum Umgang mit behördlichen Auflagen organisatorisch abgestimmt?“. Eingereicht wurde ein dicker Umschlag voller Unterlagen.

Blick ging richtig ins Detail
Danach ging es ans Eingemachte. Zwei Abgesandte der Unfallkasse wälzten einen Tag lang Akten, stellen Fragen, schauten sich vor Ort um. Die EBE war das erste Unternehmen, das geprüft wurde. „Das war bestimmt kein Zufall“, ist sich Kerstin Bernholz sicher. Dadurch lag nämlich mit der EBE als Vergleichsunternehmen die Messlatte für alle Nachfolgenden recht hoch.

Geld kommt Mitarbeitern zugute
Bei der großen Preisverleihung in Hattingen werden die besten Betriebe ausgezeichnet und die Prämien übergeben. Rund 32.000 Euro erhält dabei die EBE. Die Summe errechnet sich aus einer Ausschüttung pro Mitarbeiter. Die greifbare Botschaft lautet: Arbeitsschutz zahlt sich aus. Die Fachwelt geht davon aus, dass jeder Euro, den ein Unternehmen in betriebliche Präventionsarbeit investiert, sich mehr als doppelt rentiert.

Die EBE sieht sich jedenfalls bestätigt und lässt die Mitarbeiter profitieren. „Das Geld kommt auf jeden Fall direkt den Mitarbeitern zugute“, verrät Kerstin Bernholz. „Wahrscheinlich werden wir in einigen Umkleiden etwas verbessern können.“

UK NRW-Prämiensystem 2013_016
Lob und ein warmer Segen: Dr. Kerstin Bernholz, Leiterin Arbeitssicherheit,
und Geschäftsführer Andreas Hillebrand freuen sich über die Auszeichnung.