Entsorgungsbetriebe Essen GmbH

 

Ruhr.2010


Unsere Stadt. Unser Klima.

Beeindruckende Bilanz nach langem Winter

10.000 Stunden Einsatz und immer noch Salz bei der EBE

Endlich ist er vorüber. Nach den verhältnismäßig milden Wintern der letzten 20 Jahre stach der Winter 2009/2010 deutlich heraus. Der EBE-Winterdienst, den insgesamt 200 Mitarbeiter auf die Beine stellten, hatte sehr, sehr viel zu tun. Wochenlang waren die Schneepflüge und Streufahrzeuge unverzichtbar. An Kehrmaschineneinsätze war aufgrund der eisigen Temperaturen nicht zu denken: Die Fahrzeuge arbeiten mit Wasser, das umgehend gefroren wäre. Seit Mitte Dezember 2009 ging es – besonders an den Wochenende – wettermäßig regelmäßig rund: Schneefall, Frost, Glätte. Mit seinem neuen Konzept aus Freiwilligen, den Schulungen bereits im Sommer, den neu organisierten Streuplänen und einem Fuhrpark mit festen Standplätzen lief der EBE-Winterdienst allerdings wie am Schnürchen.

Höhepunkte
Ein Höhepunkt war sicher das Wochenende der Eröffnung der Kulturhauptstadt 2010, an dem die EBE dem Bundespräsidenten Horst Köhler wie rund 100.000 Besuchern trotz Unwetterwarnung, Glatteis’ und Schneefalls die sichere An- und Abreise zum Gelände der Zeche Zollverein ermöglichte. Eine persönliche Eskorte, zahlreiche Streu- und Räumfahrzeuge sowie die EBE-Mitarbeiter in der Einsatzzentrale sorgten dafür, dass nur vom Programm, nicht aber vom Verkehrschaos geredet wurde.
Karneval 2010 werden die EBE-Mitarbeiter ebenfalls so schnell nicht vergessen: Mit ein wenig Love-Parade-Gefühl waren zahlreiche Kollegen mit Handarbeit im Einsatz, da die Kehrmaschinen wegen des Frostes nicht genutzt werden konnten. Mit Besen, Radladern und Müllwagen entfernten sie Kehricht und Konfetti nach den Umzügen.

Beeindruckende Zahlen
Rund 2.100 Mal absolvierten die 154 Fahrer sämtliche Streupläne (A- und B-Pläne, 50 insgesamt) und legten dabei etwa 44.000 Kilometer zurück – mehr als einmal um die Erde! Insgesamt arbeiteten sie über 10.000 Stunden für den Winterdienst.
Zu den Streuplänen kamen zusätzlich 216 Einzeleinsätze beispielsweise an vereisten Stellen im Stadtgebiet. In 566 Kontrollfahrten wurde abgeklärt, ob weitere Streueinsätze nötig wären.

Nachschub stockte, aber Salz war vorhanden
Der Verbrauch von Salz und Sole war über Wochen enorm.
Dank des Einkaufs-Geschicks der Einkäufer und Verantwortlichen verfügte Essen jedoch immer über Salz, wenngleich manchmal der Boden der Vorratslager sichtbar wurde – erstmals seit vielen Jahren. Etwa 4.300 Tonnen Salz und ca. 1,6 Millionen Liter Sole wurden eingesetzt. Der Einkauf geht weiter: Bis zum Herbst werden nun wieder alle Silos und Lagerbunker mit Salz gefüllt.

Die EBE ist mit ihren Mitarbeitern im Winterdienst in Essen zufrieden, die zuverlässig und dauerhaft für sichere Fahrmöglichkeiten sorgten. Das Echo in Presse und Bevölkerung ist sehr positiv. Das Konzept der freiwilligen Mitarbeit hat sich bewährt.
Für die EBE geht der Winterdienst mit der Nachbereitung nun noch ein wenig weiter. Neben einer Veranstaltung als Dankeschön für die beteiligten Mitarbeiter beginnen nun Abschlussgespräche. Die Stärken und Schwächen des neuen Konzeptes werden analysiert, um die Abläufe im Winterdienst 2010/2011 möglicherweise noch ein wenig besser umsetzen zu können. Und im November 2010 geht es dann wieder los mit der nächsten Winterdienst-Periode.



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