Bewusst einkaufen für weniger Müll

Montag 19. November 2012

Tipps zur „Europäischen Woche der Abfallvermeidung“

Gut 230 Kilogramm Lebensmittel wirft jeder Deutsche im Durchschnitt jährlich einfach weg – unschöner Ausdruck einer Überflussgesellschaft. Die „Europäischen Woche der Abfallvermeidung“, die vom 17. bis 25. November 2012 ausgerufen ist, soll bewusst machen, wie wichtig es ist, möglichst wenig Abfall zu produzieren. Ganz einfach ist das allerdings nicht, weiß man auch bei den Entsorgungsbetrieben Essen (EBE).

„In Deutschland werden bereits europaweit die meisten Stoffe wiederverwendet“, erklärt Bettina Hellenkamp, Pressesprecherin der EBE. „Die Recyclingquoten sind spitze. Doch jeder Einzelne kann mehr tun, um noch besser zu werden. Es geht dabei wirklich um unsere Ressourcen auf der Erde und die Lebensqualität aller Menschen.“

Der Zusammenhang zwischen eigenem Verhalten und Ressourcenschutz ist teilweise offensichtlich, z. B bei seltenen Erden und Metallen, die für hochwertige elektronische Geräte wie Mobiltelefone und Computer benötigt werden. Ihre Vorkommen sind endlich, daher sollten die vorhandenen Bestände möglichst oft wiederverwendet werden. „Die Abgabe am Recyclinghof sichert diesen Stoffkreislauf“, so Hellenkamp. So geht Umweltschutz ganz einfach.

Genauso wirkungsvoll sind alltägliche Dinge wie das Pausenbrot in der Butterbrotdose anstelle einer Plastiktüte, Getränke in Thermoskanne oder Trinkflasche anstelle von Einwegflaschen oder beidseitig bedrucktes Papier. Batterien können vielfach durch Akkus ersetzt werden, die man immer wieder auflädt. Und die Prospekte-Flut im Briefkasten beendet ein kleines Schild mit „Bitte keine Werbung“.

Konkrete einfache Tipps
„Kaufen Sie schon bewusst ein“, empfiehlt Bettina Hellenkamp, „nicht zu viel, z. B. durch verpackte Ware. Dann haben Sie nachher keine Reste, die Sie entsorgen müssen.“ Die meisten Lebensmittel blieben auch nach Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums genießbar. Ihre Empfehlung: „Verwenden Sie Reste kreativ weiter im Salat, als Auflauf oder in einer gemischten Pfanne.“

Nicht zu viel zu kaufen gelte aber auch für Elektrogeräte aller Art, Drogerieartikel bis hin zu Medikamenten, die nachher doch nicht genutzt werden. Bei Kleidung und Schuhen sei die Versuchung durch Billigware groß. „Oft lohnt es sich aber, wenige hochwertige Stücke zu kaufen.“ Wer seinen Kleider- oder Schuhschrank erleichtert, kann gut erhaltene Stücke bei Hilfswerken wie z. B. der Diakonie (Hachestraße) abliefern. So hat jemand anderes noch Freude daran. Und in „Second Hand“-Läden finden sich oft schöne Fundsachen für die eigenen Garderobe oder Wohnung.

Recyclinghöfe der EBE:
Recyclinghof Altenessen

Lierfeldstraße 49
Mo-Fr: 7-19 Uhr, Sa: 7-15 Uhr
Telefon: 0201/854-27 23

Recyclinghof Werden
Laupendahler Landstraße 142-144
Mo, Mi, Fr: 8-15 Uhr, Do: 8-18 Uhr
Sa: jeden letzten Sa im Monat, von 8.00 Uhr – 14.00 Uhr
(außer vor und nach Feiertagen)
Telefon: 0201/854-27 25

RC Werden Eine gute Idee für Dinge, die sich wiederverwerten lassen: ein EBE-Recyclinghof, hier der in Werden.