Pädagogisches Projekt
Pädagogisches Projekt der Entsorgungsbetriebe an der Astrid-Lindgren-Schule in Essen-Horst endet mit Theaterstück
Was bedeuten die bunten Farben der Mülltonnen und warum ist es in Essen so sauber? Seit Kurzem kennen die Drittklässler der Astrid-Lindgren-Schule in Essen-Horst diese und noch viel mehr Details rund um das Thema Müll. Wochenlang beschäftigten sie sich im Rahmen eines pädagogischen Projektes Projekt zur Abfallerziehung zusammen mit der Entsorgungsbetrieben Essen GmbH (EBE GmbH) mit vielen Bereichen der Kreislaufwirtschaft.
Themen wie Müllabfuhr, Mülltrennung, Recycling und Schadstoffsammlung, Entsorgung, Umwelt- und Ressourcenschutz waren kindgerecht aufbereitet immer wieder Gegenstand des Unterrichtes. So lernten die Kinder den Sinn und die richtige Befüllung der verschiedenfarbigen Mülltonnen kennen. Bei einer Führung über den Recyclinghof an der Lierfeldstraße sahen sie die ganze Welt der modernen Wiederverwertung und fachgerechten Entsorgung. Beim Papierschöpfen aus alten Zeitungen stellten sie neues Papier her und erfuhren wortwörtlich bei der Müllwagenfahrt ein bisschen Alltag der EBE GmbH-Mülllader.
Ein Theaterstück der Klasse 3a kurz vor dem letzten Schultag schloss die Serie ab, die die Kinder wochenlang begleitet hatte. Die Kinder selbst entwickelten vier Szenen, in denen Abfälle und der Umweltschutz eine zentrale Rolle spielen. Zum Beispiel eine Situation zwischen einer Mutter, die ein Stück Papier in die gelbe Tonne wirft, und dafür von ihrem Kind und Ebelin “ dem blauen Elefantenmaskottchen der EBE GmbH“ getadelt wird. Sie wissen nämlich, dass Papier in die Blaue Tonne gehört, damit neues Papier daraus gemacht werden kann.
So setzten sie das zuvor Gehörte aktiv und selbstständig um. Künftig werden sie als Multiplikatoren auch Einfluss auf das Abfallverhalten ihrer direkten Umgebung (Schule, Familie, Freunde, Verein) nehmen. Die pädagogischen Projekte sind für die EBE GmbH wichtige Aktionen, kommentiert EBE GmbH-Geschäftsführer Klaus Kunze. Kinder beeinflussen ihre Umwelt. Was sie lernen, geben sie weiter. Darum halten wir diese Art von Ausbildung für wertvoll und wirkungsvoll.
Der Hintergrund:
Pädagogische Abfallberatung der Entsorgungsbetriebe Essen GmbH
Das Thema Abfall hat sich in Deutschland in den letzten Jahren zu einem der wichtigsten Handlungsfelder der Umweltpolitik entwickelt. Vorrangiges Ziel ist es in erster Linie, weniger Abfall zu erzeugen, doch auch die richtige Weiterverwertung des Abfalls trägt zu einer Stabilisierung der Natur bei. Organische Abfälle lassen sich wieder sinnvoll in den Naturkreislauf zurückführen. Das Weiterverarbeiten von Verpackungsmaterialien, Papier oder Glas entlastet die Umwelt, indem es wichtige Rohstoffe wie Holz oder Sand nicht unnötig verschwendet. Die Weitergabe dieser und noch vieler anderer Informationen ist ein erster wichtiger Schritt, um die (kleinen) Menschen mit dem Thema Umweltschutz zu konfrontieren und sie zum Nachdenken anzuregen.
Kinder als Multiplikatoren
In Kindergärten und Kindertagesstätten ist Umwelterziehung ein wichtiges Thema. Kinder sind aufgeschlossen für alles Neue und gehen unbefangen und neugierig an jede Auseinandersetzung heran. Kinder sind gleichzeitig auch die Erwachsenen von morgen. Was sie lernen und verinnerlichen, wird auch im Erwachsenenalter beibehalten. Darüber hinaus haben Kinder einen großen, oft unterschätzten Einfluss auf ihre Eltern und ihr weiteres soziales Umfeld. Sie fungieren als Multiplikatoren, die durch ihre Kenntnisse auch das Wissen ihrer Eltern, Freunde und Verwandten erweitern können.
Gutes Beispiel: Der Bereich Entsorgung
Dabei eignet sich das Thema Entsorgung und Abfall besonders gut, da Kinder tagtäglich mit diesem Thema in ihrem individuellen Umfeld beim Einkaufen, auf dem Spielplatz oder zu Hause konfrontiert werden. An ganz konkreten Beispielen aus dem Alltag können mit den Kindern gemeinsam umweltgerechte Handlungsweisen entdeckt und eingeübt werden. Dieses Thema bietet für Erzieher/innen darüber hinaus einen hervorragenden Ausgangspunkt für die weitere Beschäftigung mit anderen umwelterzieherischen Themen.
Es ist sinnvoll, im spielerischen Umgang mit verschiedenen Wert- und Abfallstoffen Sachinformationen zu vermitteln und aufkommende Fragen zu beantworten, da das Spiel die kindgemäße Form ist, sich mit Dingen auseinander zu setzen. Unbelastet von Druck oder bestimmten Erwartungshaltungen sammeln sie dabei selbständig und frei Erfahrungen.
Überlegter Umgang mit der Umwelt
Ziel der Abfallberatung mit Kindern ist es, ihnen ihre Umwelt als Lebensraum zu zeigen, den sie individuell gestalten können, für den sie aber auch selbst verantwortlich sind. Durch einen sowohl spielerischen als auch informativen Umgang mit diesem Thema sollen die Kinder darauf aufmerksam gemacht werden, dass die Natur ein wertvoller und lebenswichtiger Lebensraum ist, den es auf verschiedene Art und Weise zu schätzen gilt.
Naturschutz heißt u.a. auch zu verhindern, dass wertvolle Rohstoffe sinnlos verschwendet werden. Eine richtige Mülltrennung und das Wissen um die Weiterverwertung der Stoffe soll zu einem besseren Verständnis der Abfallentsorgung und zu einem überlegteren Umgang mit den zu entsorgenden Materialien führen. Durch die Abfallerziehung soll das Engagement der Kinder gefördert werden, sich mehr für ihre Umwelt einzusetzen und sie bewusster wahrzunehmen.





