EBE organisiert Sammlung der Weihnachtsbäume neu

Mittwoch 30. Dezember 2015

Weihnachtsbaum
Mitnahme nur noch in der zweiten Kalenderwoche
Wer seinen Weihnachtsbaum abholen lassen möchte, muss sich auf eine Änderung einstellen: Erstmals konzentrieren die Entsorgungsbetriebe Essen (EBE) die Sammlung der Weihnachtsbäume auf eine einzige Woche. In der zweiten Kalenderwoche (11. bis 15. Januar) werden die Bäume mitgenommen – und nur in dieser Woche! 2016 hat daher jeder Bürger nur genau eine Chance, seinen Baum von der EBE abholen zu lassen.

Ein eigenes Fahrzeug sammelt sie am Leerungstag der Grauen Tonne ein. Die Bäume sollten dazu ab 7 Uhr morgens am Straßenrand abgeschmückt bereit gelegt werden, ohne Passanten oder den Verkehr zu behindern. Große Bäume bitte zerteilen (max. zwei Meter Länge).

Acht bis zehn Sperrmüllwagen werden in der einen Woche ausschließlich für die Tannenbaumsammlung unterwegs sein. In ganz Essen fallen geschätzt 60.000 Nadelbäume an. Das macht rechnerisch mindestens 1.200 Bäume pro Fahrzeug und damit 600 Bäume pro Mitarbeiter – pro Tag! Nach der sicher anstrengenden einen Woche soll es dann geschafft sein.

Information über die EBE-app
Übrigens: Im Online-Abfuhrkalender und in der EBE-app „Wir räumen ab“ ist die Sammlung zusätzlich zur Leerung der Grauen Tonne mit einem Tannenbaum-Symbol zur Erinnerung eingetragen. Die EBE-app steht für Android- und iOs-Betriebssystem kostenfrei in den jeweiligen Stores zum Herunterladen bereit und ist für die Entsorgungstermine im Alltag sehr nützlich.

Der Online-Abfuhrkalender zeigt das gleiche Weihnachtsbaum-Symbol am Abholtag. Auch die Erinnerungsfunktion kann dafür aktiviert werden.

Warum die Änderung?
„Die EBE schließt damit zu anderen Städten im Ruhrgebiet und ganz Deutschland auf, die diese gezielte Sammlung schon seit vielen Jahren vornehmen“, so Bettina Hellenkamp, Pressesprecherin der EBE. Dahinter stehen mehrere Gründe.

Erstens optimiere die Neuerung die internen Abläufe. Bettina Hellenkamp: „Die Tannenbäume wurden bisher zusätzlich zu den Grauen Tonnen mitgenommen. So waren die Müllwagen immer sehr schnell voll, die Teams mussten früher und häufiger zum Entleeren nach Karnap fahren.“ Jetzt werden in Sperrmüll-Wagen ausschließlich Bäume eingeworfen, so dass die normale Abfallabfuhr nicht belastet ist. Zudem können die mit Pressschilden ausgestatteten Sperrmüllwagen mehr Ladung aufnehmen. Die Sammlung wird also doppelt effektiver. In engen Straßen erfolgt die Sammlung durch kleinere Mini-Fahrzeuge.

„Zweitens entlastet die neue Sammlung die EBE-Mitarbeiter. Das Tragen und Heben der Bäume ist sehr schwer“, so Hellenkamp. „Müllabfuhr bedeutet immer eine enorme körperliche Belastung. Da zählt jeder Meter.“ Die Bäume müssen jetzt am Straßenrand liegen, was den Transportweg zum Wagen verkürze. Bisher wurden die Bäume vom Standplatz der Grauen Tonne weggeholt. Außerdem haben die Sperrmüllwagen eine deutlich niedrigere Ladekante. Das wirkt: Denn während die Mülltonnen von einem Hebewerk gekippt werden, müssen die Weihnachtsbäume nach wie vor per Hand angehoben und in den Wagen geworfen werden.

Schließlich und drittens optimiert die EBE mit der neuen Logistik auch die Auslastung ihrer Teams. Traditionell hat die Sperrmüllabfuhr Anfang Januar eine eher schwache Auftragslage, so dass die leichte Verzögerung durch die Tannenbaum-Woche gut zu verkraften ist.

Alternative Recyclingstation
Wer seinen Termin verpasst hat, bleibt auf seinem Baum allerdings nicht sitzen: Tannenbäume dürfen kostenfrei als Grünschnitt bei den EBE-Recyclingstationen abgegeben werden. Dann müssen sie allerdings bitte nicht nur abgeschmückt, sondern auch in handliche Stücke zerteilt sein.