EBE steht bereit zum Winterdienst bis März 2018

Donnerstag 2. November 2017

Rund 170 Fahrer sind geschult, die Salzlager gut gefüllt, die nötigen Wagen gewartet und erste Fahrzeuge umgebaut – aus Sicht der Entsorgungsbetriebe Essen (EBE) kann der Winter kommen. Bis Ende März 2018 gilt jetzt die Winterdienst-Saison. Bei Eisglätte und Schnee kümmern sich insgesamt rund 230 Mitarbeiter auf den Straßen, in der Werkstatt und im Backoffice darum, dass Essens wichtigste (Durchgangs-) Straßen sowie die Bus- und Bahnstrecken in der Stadt befahrbar sind.


Winterdienst ist Team-Arbeit. Fast alle verfügbaren Fahrer der EBE müssen ran, wenn’s friert oder schneit. Schulungen im Sommer haben die Handgriffe und das Steuern der oft rechtsgelenkten Fahrzeuge wieder wachgerufen. Im Einsatzfall müssen die Fahrer ja unter schwierigen Bedingungen allein klar kommen: den Weg finden, selbst Salz nachladen und die Computertechnik beherrschen.

Team-Arbeit und akribische Planung
Ein detaillierter Winterdienst-Plan weist bis März 2018 jedem ganz genau seine Dienste zu – inklusive nachts und am Wochenende. So weiß jeder heute schon, ob er zu Weihnachten, Silvester, Ostern oder Karneval im Bedarfsfall ran muss.

Das menschliche Know-How wird begleitet von guter Ausstattung: über 25 Fahrzeuge mit ausgefeilten Streuautomaten, moderner GPS-gestützter Software und Routenführung, exakte Streupläne, Schneeschilden, volle Salzlager und jeder Menge Sole. Kurz: Auf Seiten der EBE steht alles bereit.

Warum überhaupt Winterdienst?
Die „Winterwartung“ ist eine kommunale Pflicht, um den großräumigen Verkehr zu ermöglichen (Verkehrssicherungspflicht). Die Stadt Essen hat sie der EBE übertragen. „Der öffentliche Nahverkehr und der Durchgangsverkehr einer Großstadt wie Essen sollen laufen, damit das öffentliche Leben im Rahmen des Möglichen fortbesteht“, fasst Bettina Hellenkamp, Pressesprecherin der EBE, die Aufgabe zusammen.

Rat der Stadt gibt Rahmen vor
Die EBE versorgt mit ihrem Winterdienst im Auftrag der Stadt (Ratsbeschluss) mehr als 960 km Straßen und streut oder räumt sie bei Bedarf. Das entspricht rund der Hälfte des Stadtgebietes. Es werden Hauptstraßen (Streupläne A) und bestimmte Nebenstraßen (Streupläne B) betreut. Zusätzlich werden nach eingehenden Glättewarnungen bis zu drei Sole-Streuer eingesetzt, die vor allem nachts die Hauptstraßen für den Berufsverkehr vorbereiten. Die Streurouten sind 2017/2018 nahezu unverändert.

Winterdienst in Essen ist üppig
Der städtische Winterdienst in Essen ist übrigens üppig aufgestellt und bietet den Bürgern deutlich mehr als gesetzlich vorgeschrieben ist: In Essen werden die großen Straßen nämlich im 24-Stunden- und die Nebenstraßen im 16-Stunden-Dienst geräumt. In anderen Städten ist die Leistung meist nicht so umfangreich.

Die EBE setzt den Winterdienst in Essen nach den Vorgaben der Stadt Essen um. Dafür berechnet die Stadt Winterdienst-Gebühren und zieht sie von den Grundstückseigentümern ein.

In allen anderen Straßen müssen die Grundstückseigentümer sich selbst kümmern und ihrerseits Winterdienst beauftragen, sofern sie ihn für ihre Straße wünschen. Alle Straßen mit städtischer Winterwartung sind im „Winterdienstverzeichnis“ aufgeführt.

Gehwege sind Bürgersache
Vor der eigenen Haustür müssen die Bürger in der Regel selbst räumen. Meist überträgt der Grundstückseigentümer seine Räumpflichten weiter auf die Mieter. Zwischen 7 Uhr morgens und 20 Uhr abends muss der Gehweg schnee- und eisfrei gehalten werden.
Dabei ist Streusalz wegen des Umweltschutzes grundsätzlich nicht zulässig (außer bei gefährlichen Stellen oder außergewöhnlichen Witterungsverhältnissen), sondern lediglich abstumpfende Mittel wie Sand, Splitt oder Asche.

Hilfreiche Webseiten zur Information
Mehr dazu findet sich auf den Webseiten der EBE.

und auf den Webseiten der Stadt Essen:
allgemeine Informtationen
Was die Stadt tut
Was Mieter/Grundstückseigentümer tun müssen
praktische Tipps für jeden
Nützlich ist auch der Info-Flyer der Stadt Essen „Winterdienst ist Teamwork“ .