Entsorgen mit Konzept und Köpfchen
Die EBE GmbH ist bei den wichtigsten Großprojekten in Essen vertreten. Das Unternehmen
geht dabei ganz neue Wege – örtlich und fachlich.
Krupp-Gürtel, Einkaufszentrum Limbecker Platz, Folkwang-Museum, Messeparkhaus, Stadtwerke Essen AG, Engineering Park Wuppertal. Bei einer Vielzahl großer Essener Großprojekte ist die EBE GmbH beteiligt, seit Kurzem in dem Bereich auch außerhalb der Stadt engagiert. Dabei geht sie über ihre klassische Rolle hinaus und bietet von der Entsorgungskonzeption über Schadstoffgutachten bis zur Projektleitung einen komfortablen Rundumservice in der Entsorgung.
Der Bereich „Transportieren“ gehörte als Standbein schon immer zum Kerngeschäft der Entsorgungsbetriebe. Darüberhinaus hat das Unternehmen seine Aktivitäten im Entsorgungsbereich nach und nach intensiviert, die Kompetenzen ausgebaut und damit interessante weitere Felder erschlossen. Neu ist vor allem der konzeptionelle Ansatz, der neben die praktische Beteiligung an diversen Großbauvorhaben gerückt ist. Er dürfte künftig zunehmend an Bedeutung gewinnen.
Grundsätzlich ist die EBE GmbH in drei Teilbereichen aktiv, die hier aus einer Hand für die gleiche Maßnahme bedient werden können: Beraten, Transportieren/Entsorgen, Koordinieren.
A. Beraten/Gutachten (fachliche Begleitung)
- Erfassung der Belastungen vor Beginn der Arbeiten, Schadstoff- und Abfallkataster
- Gutachten zu Sanierungsmaßnahmen
- Planung und Beratung vor der Bauausführung
- Entsorgungskonzept und –logistik für laufenden Betrieb
- Planen der konkreten Entsorgungseinheiten (bauliche Anlagen, Dimensionierung)
Beratungen und gutachterliche Leistungen bei Abbruchprojekten, in denen Altgebäude rückgebaut und Flächen saniert werden müssen, sind für die EBE ein vergleichsweise junges Feld. Die Aktivitäten führen das Unternehmen in neue Marktbereiche, erschließen so weitere Aufgabenbereiche und positionieren die EBE GmbH stärker im Wettbewerb.
Neu ist, dass mit der Entwicklung des Geländes der ehemaligen Generaloberst-Höppner-Kaserne (GHO) in Wuppertal-Ronsdorf zum „Engineering Park Wuppertal“ erstmals auch ein Projekt außerhalb Essens verfolgt wird. Dort entstehen auf dem Gelände des ehemaligen Bundeswehrstandortes zwei komplett neue Wuppertaler Stadtviertel mit
Wohnbebauung, Gewerbemischgebiet und Industriegebiet. Die EBE leitet dort sämtliche Sanierungs-, Entsorgungs- und Abbrucharbeiten und koordiniert alle beteiligten Firmen.
Durch genaue Absprachen im Vorfeld entstand dort eine fruchtbare und gut funktionierende Kooperation mit dem örtlichen Entsorgungsunternehmen Abfallwirtschaftsgesellschaft mbH Wuppertal (AWG). Ein schönes Beispiel dafür, wie gute Zusammenarbeit die Konkurrenzkämpfe zwischen Mitbewerbern überwinden kann.
B. Tranportieren/Entsorgen (Praxis vor Ort)
- (reine) Transportleistungen per Sattelzüge
- fachgerechtes Sortieren und Entsorgen der anfallenden Abfälle und Massen in Containern (5-39 Kubikmeter) und Behältern (120 bis 1.100 Liter), z. B. Erdmengen, Bauschutt, Papier, gemischte Bauabfälle, Holz, Dachpappen, Hausmüll, Glas, medizinische Abfälle, Schadstoffe etc.
Die EBE GmbH besitzt umfassende Kenntnisse über die technischen, räumlichen und logistischen Anforderungen moderner Entsorgung sowie die Logistik selbst. Werden solche Belange bei Neubauten konzeptionell vernachlässigt, treten schnell Zwänge im Bauablauf auf. Solche Versäumnisse, wie z. B. zu geringe Durchfahrtshöhen, zu kleine Höfe oder zu lange Gänge, führen im späteren Betrieb der Entsorgungsanlagen u.U. zu Umständlichkeiten und Mehrkosten. Das Planen muss bei der Überlegung beginnen, welche Stoffe regelmäßig in welchen Mengen anfallen, und bei der konkreten Planung eines Entsorgungshofes enden.
C. Koordinieren (technische Leitung vor Ort)
- Koordination der Arbeiten im Entsorgungsbereich (Schadstofferkennung, -entfernung, Trennung und Sanierung)
- Kontrolle, Organisation und Aufsicht über die beteiligten Fachfirmen bzgl. Umweltschutz, Entsorgung und Abbruch
Einige Beispiele für Großprojekte mit EBE-Beteiligung
1. Vielseitige Kompetenzen: Rückbau unter EBE-Leitung
Beim Ausbau der Hauptverwaltung der Stadtwerke Essen AG in Rüttenscheid fungiert die EBE GmbH als Generalunternehmer für den gesamten Abbruch. Das bedeutet, dass von der ersten Begehung durch die Arbeitssicherheitsbeauftragte Kerstin Bernholz als Gutachterin bis zum letzten Bagger der vom Hof rollt, alle Rückbauprozesse durch die Entsorgungsbetriebe gesteuert und koordiniert werden. Schadstoffkataster, chemische Untersuchungen im Labor, Sanieren und Entkernen, Trennen der Schadstoffe, Abriss sowie Sortieren der Abfälle mit dem Ziel der Wiederverwertung lauten die einzelnen Schritte.
2. Projektleitung und Fachaufsicht
Die bereits erwähnte GOH-Baustelle in Wuppertal geht in ihren Dimensionen deutlich darüber hinaus. Das 39 Hektar große Gelände enthält etwa 50 Gebäude und 30 Anlagen, die im Rahmen des Rückbaus saniert und abgebrochen werden müssen. Den gesamten Abbruch hat die EBE GmbH leitend in der Hand und koordiniert dabei sämtliche beteiligten Firmen und offizielle Stellen.
Im Rahmen dieses umfangreichen Projektes steht das aktuell größte PVC-Recyclingvorhaben Deutschlands, das die EBE GmbH gemeinsam mit dem Verband Arbeitsgemeinschaft PVC-Bodenbelag Recycling (AGPR) sowie der Rewindo Fenster-Recycling-Service GmbH auflegt: 2.500 Kunststofffenster und rund 10.000 qm Fußböden aus dem begehrten Recyclingmaterial finden so den Weg in eine umweltschonende, sinnvolle Weiterverwertung.
Auch in der Erschließungsphase und während des anschließenden Tiefbaus (sämtliche Ver- und Entsorgungs- sowie Kommunikationsleitungen) bleibt die EBE GmbH vor Ort vertreten und begleitet die Arbeiten verantwortlich mit Gutachten zum Umgang mit Schadstoffen und in Umweltbelangen.
3. Entsorgung und Konzeption:
Bauprojekte Limbecker Platz und Krupp-Gürtel
Seit Baubeginn am Limbecker Platz im Mai 2006 transportieren und entsorgen die Entsorgungsbetriebe verschiedenste Materialien in teilweise erheblichen Mengen: Bauschutt, Holzabfälle, Dämmmaterial oder gemischte Bauabfälle. Mittlerweile ist der erste Bauabschnitt des umfangreichen Komplexes fertig, das alte Karstadthaus mit seiner ehrwürdigen Fassade abgerissen, der zweite Abschnitt läuft.
Neben zahlreichen Containern war die EBE GmbH aber von Anfang an auch beratend an dem Projekt beteiligt. Das neue Kaufhaus wird aufgrund seiner Größe viel Müll produzieren und benötigt ein innovatives Entsorgungskonzept.
Das Gleiche gilt für die Neubauten des ThyssenKrupp-Quartiers im Westen der Stadt. Die Gestaltung des Krupp-Gürtels rund um die neue Hauptverwaltung der ThyssenKrupp AG wird Essen nachhaltig prägen. Zwischen Altendorfer und Pferdebahnstraße, schräg gegenüber dem EBE-Hauptbetriebshof, wird ein riesiges Gelände von 220 Hektar völlig neu gestaltet. Unter dem Motto „Arbeiten im Park“ entsteht dort das ThyssenKrupp-Quartier mit verschiedenen Bürogebäuden.
Dort ergibt sich für den künftigen Betrieb eine interessante Zukunftsperspektive: ThyssenKrupp erwartet nach Fertigstellung pro Monat 100 Tonnen Hausmüll, an deren Entsorgung die EBE konzeptionell und auch praktisch beteiligt sein möchte.
An das Quartier schließt sich der Krupp-Park an. Mit einer Fläche von 220.000 Quadratmetern (das entspricht 27 Fußballfeldern), fünf Hügeln mit maximal zwölf Metern Höhe und einem See von 9.100 Quadratmetern soll er allen Bürgern zur Naherholung offen stehen. Die EBE GmbH hat während der Abbruchphase verschiedenste Abfälle, beispielsweise kontaminierten Böden und weitere gefährliche Abfälle wie Dämmmaterialien und Asbest, aber auch ungefährliche Baustoffe aus den Gebäuden (Gips, Holz, Baumischabfälle) abgefahren und entsorgt.
Die EBE-Beteiligung am neuen Quartier geht aber tiefer. ThyssenKrupp fragt spezifische Beratungsleistungen in Sachen Entsorgungskonzept, -logistik und -technik intensiv ab und setzt die EBE GmbH fortlaufend als Beraterin und Beobachterin ein. Im Unternehmen vorhandene Kompetenzen und Entsorgungsfachwissen werden auf diese Weise neu genutzt und flexibel ausgebaut, neue Marktfelder erschlossen.
4. Transportieren/Entsorgen
In Rüttenscheid ist weiterhin der Abriss des Folkwang-Museums zu nennen, dessen Abbruchmaterial die EBE GmbH komplett entsorgte.
Am Messeparkplatz auf dem Gelände des ehemaligen Grugastadions baut die Grundstücksverwaltung Essen (GVE) zwischen Messe und A 52 ein neues Parkhaus. Dort ist die EBE GmbH mit der Abfuhr von rund 60.000 Kubikmeter Boden beauftragt worden. Dieser Auftrag ist durch Weiterverwendung einer Teilmenge von 30.000 Kubikmetern mit der Gestaltung des Krupp-Parks im Essener Westen verflochten. Denn für die Hügellandschaft, aber auch für die Gründung der Gebäude im ThyssenKrupp-Quartier sind große Erdmassen von Nöten.
Essen, 28.07.2008





