Gar nicht kurios: Schneepflüge im Sommer
Entsorgungsbetriebe schulen Fahrer für den Winterdienst
Schneepflüge im Juli – dahinter steckt nicht der Klimawandel, sondern ein Trainingslager. Sehr frühzeitig beginnt die Entsorgungsbetriebe Essen GmbH in diesem Jahr mit der Ausbildung ihrer Fahrer für die Laub- und Winterzeit 2009/2010. Bis die Saison im Herbst beginnt, fahren derzeit häufiger voll für den Winterdienst ausgerüstete und umgebaute Kehrmaschinen mit Schneepflügen durch Essen, obwohl die Stadt rund 30 Grad von Schnee und Eis entfernt ist.
Rund 70 Mitarbeiter genießen jetzt nach und nach Einzelschulungen, zehn von ihnen steigen ganz neu in den Winterdienst ein. Erfahrene Fahrer liefern technische Unterweisungen und begleiten die „Fahrschüler“ im Straßenverkehr. Bei allen Beteiligten wird die Notwendigkeit zu diesen Maßnahmen gesehen, und die Erfahrungen aus dem letzten Winter zeigen, dass der eingeschlagene Weg der richtige ist.
Solche intensiven Schulungen gab es bereits, seit 2008 allerdings sind sie noch weiter individualisiert. In einer sehr persönlichen Betreuung werden die künftigen Fahrer – allesamt Freiwillige und dementsprechend motiviert – an das Steuern der großen rechtsgelenkten Kehrmaschinen herangeführt. Rechtslenker dieser Größenordnung in einer Großstadt wie Essen durch den (Berufs-) Verkehr zu bewegen, erfordert Übung und auch Geschick. Zudem gehört es zu den Aufgaben der Fahrer, die nötige Ausstattung (Schneepflug samt Anschlüssen) aufzurüsten und das Streugut (Streusalz und Sole) zu laden.
Der Winterdienst bei der EBE
Rund 150 Mitarbeiter, 25 große und kleine Streufahrzeuge für Einsätze und Kontrollfahrten sowie 6 Salzsilos mit einem Fassungsvermögen von 1200 t und ein Solevolumen von rd. 80.000 Liter bilden das Rückgrat des Winterdienstes. Die ganze Truppe und die Fahrzeuge müssen zu jeder Tages- und Nachtzeit 3 Schichten pro Tag, 7 Tage die Woche einsatzbereit sein.
Essen, den 06.07.2009





