Jugendberufshilfe managt das EBE-Tonnenlager

Montag 20. August 2012

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Seit November 2008 arbeiten Entsorgungsbetriebe Essen GmbH (EBE) und die Jugendhilfe Essen GGmbH (JHE) im so genannten Tonnenlager in der JHE-Zentrale in der Schürmannstraße 7 in Essen-Bergerhausen zusammen. Die EBE hat damit ihre zentrale Ausgabestelle für Mülltonnen und größere Behälter einem besonderen externen Partner anvertraut. Für das Unternehmen ist es unerlässlich, dass dort sehr gute Vorarbeit geleistet wird. Ganz Essen muss problemlos mit entsprechenden Müllbehältern versorgt werden können. Das ist für die EBE die Grundvoraussetzung, um ihre hoheitlichen Aufgaben im Auftrag der Stadt (Abfallabfuhr) zu erledigen. Auch die Tonnen für Gewerbebetriebe kommen von der Schürmannstraße.

Tonnenlager eröffnet neue berufliche Perspektiven

Die Zusammenarbeit mit der Jugendhilfe im Tonnenlager ist ein Beispiel für gelungene Kooperation im Konzern Stadt. Als kommunal geprägtes Unternehmen sieht sich die EBE in der Verantwortung, Ausbildungsarbeit in Essen konkret zu fördern. Ein halbes Dutzend junger Teilnehmer arbeitet im Tonnenlager unter Anleitung von Gerhard Brozek und Ovidio Fernandez Garcia, der im Lager für Ordnung sorgt. Die Jugendlichen aus dem Arbeitslosengeld-II-Bezug haben als Entgeltvariante bei der Jugendhilfe ein sozialversicherungspflichtige Beschäftigung, um von dort in Arbeit oder Ausbildung vermittelt zu werden. Die jungen Essener erhalten bei der Jugendhilfe im EBE-Tonnenlager die Chance auf einen Neuanfang und sammeln Erfahrungen im Berufsbild Fachlagerist.

Logistikbasis mit zentraler Bedeutung

Für die EBE besitzt ihr Tonnenlager zentrale Bedeutung. Sie bezieht ihren täglich nötigen Nachschub an Mülltonnen (Braune, Blaue und Graue Tonnen) von hier. Rund 3.000 Tonnen in Größen zwischen 40 und 1.100 Liter umfasst das Lager. Kommen die Tonnen frisch von Hersteller, müssen zunächst die Achsen und Räder korrekt montiert und die Tonnen anschließend eingelagert werden. Lagerung, Montage, Ausgabe sowie Wäsche und Desinfektion organisiert die Besatzung der Jugendhilfe.

Bis zu 100 Tonnen werden täglich benötigt. „Tonnentauscher“ genannte EBE-Lkw-Langwagen versorgen sich an der Rampe täglich mit Behältern, die anschließend im gesamten Stadtgebiet ausgeliefert werden. Gleichzeitig landen eingezogene, alte oder defekte Tonnen der EBE wieder hier. Teilweise bereiten die jungen Leute sie auf, entfernen z. B. Beschriftungen oder Aufkleber. Oder aber die Tonnen gehen von hier zum Recycling an eine Spezialfirma. Viele Tonnen benötigen eine Grundreinigung, die ein spezieller „Waschwagen“ regelmäßig unter Assistenz der Jugendhilfe erledigt.

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