Malerisches Weiß gut im Griff

Samstag 8. Dezember 2012

Auch im ersten Wintergruß waren Essens Straßen durchweg gut befahrbar. Seit Donnerstagnacht hatten die Winterdienst-Fahrer der Entsorgungsbetriebe sämtliche Streupläne dreimal komplett gefahren, um Schnee und Glätte in den Griff zu bekommen – Nachtschichten inbegriffen. Die Schneefront streifte Essen eher am Rande. Das malerische Weiß schmückt Dächer und Bäume, behinderte den Verkehr aber dank des EBE-Dauereinsatzes nicht.

Tagsüber und in der Nacht zu Sonntag behielt die EBE über Kontrollfahrten die Lage großflächig im Auge. Tatsächlich gab es einen weißen Nachschlag, der vor allem den Süden der Stadt überzog. So hieß es ab vier Uhr nachts erneut: Volleinsatzfür über 30 Mann, diesmal mit Schneeschilden. Sie schoben zunächst die wenigen Zentimeter Schnee beiseite, bevor die Räumfahrzeuge ihr Feuchtsalzgemisch hinten verstreuten. Durch den Umfang der Streupläne dauert es aber selbst an einem ruhigen Sonntagmorgen mehrere Stunden, bis alle Streurouten abgefahren sind.
Am Morgen hörte der Schneefall auf, später stiegen die Temperaturen deutlich über null Grad.

Die Bilanz:
Etwa 480 Tonnen Salz und rund 75.000 Liter Sole wurden durch 22 Fahrzeuge bis Sonntagmittag im Stadtgebiet verstreut. Über 4.000 Kilometer kamen alleine für die Streuarbeiten auf den großen Straßen und Busstrecken (Streuplan A) zusammen. Premiere hatten dabei die Salzsilos an der Laupendahler Landstraße (EBE-Recyclinghof Werden): Dort luden einige Streufahrzeuge Salz nach und sparten sich den Weg quer durch die Stadt zum Zentralbetriebshif Pferdebahnstraße. So konnten sie schneller wieder weiter streuen.
Kurz: Es lief rund, Essen kann mit seinen knapp 40 Streu-Meistern zufrieden sein. Sie hatten alles im Griff.