Müllentsorgung langfristig gesichert

Mittwoch 19. März 2014

Zuschlag: Essener Müll geht weiterhin nach Karnap

Die künftige Restmüllentsorgung für die Stadt Essen ist geklärt: Bis 2024 geht der Inhalt aus den rund 120.000 Grauen Tonnen (Restmüllbehälter) in Essen weiterhin ins Müllheizkraftwerk Essen-Karnap. Vertragspartner bleibt damit die RWE Generation SE. Die entsprechenden Verträge wurden gestern durch die Entsorgungsbetriebe Essen GmbH (EBE) unterzeichnet. Für die Essener heißt das: Es ändert sich im Prinzip nichts.

EBE und Stadt Essen sind zufrieden: Mit den neuen Vereinbarungen besteht in Essen Entsorgungssicherheit auf lange Sicht. Nach zehn Jahren Laufzeit sind über Verlängerungsoptionen bis zu vier Jahre Zuschlag möglich. Für weitere Teilmengen (Sperrmüll, Siedlungsabfälle von den Recyclinghöfen und Restmüll aus Kleingewerbebetrieben) wurden Verträge bis 2018 geschlossen, ebenfalls mit Verlängerungsklausel. Insgesamt geht es um ein Volumen von bis zu 183.000 Tonnen Abfall pro Jahr zur Verbrennung.

Mit der Entsorgung in der RWE-Anlage im Essener Norden erfüllt die EBE für Essen das in den gesetzlichen Grundlagen geforderte Prinzip der Nähe optimal. Es gibt kurze Wege, die keinen zusätzlichen Umschlag des Restmülls über Zwischenlager erfordern – ein auch ökologisch sinnvolles Ergebnis.

Die Vergabe erfolgte in einem europaweiten Ausschreibungsverfahren.
Über die Preisgestaltung wurde Stillschweigen vereinbart. Die Verbrennungspreise bestimmen die Gesamtkalkulation der Essener Müllgebühren nur anteilig. Genaueres zu den zu erwartenden Gebührenerhöhungen kann man aber erst nach der Gebührenkalkulation der Stadt Essen ab 01.01.2015 sagen.

Die Abfallgebühren in Essen liegen im Städtevergleich derzeit im unteren Bereich.