Zahlen, Daten, Fakten

Die Entsorgungsbetriebe Essen GmbH (EBE) ging 1999 nach einer Phase als Eigenbetrieb der Stadt Essen in eine eigenständige Gesellschaft über. Heute ist sie ein Public-Private-Partnership (PPP) mit zwei Gesellschaftern: 51 Prozent der Anteile gehören der Essener Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH (EVV), einer Holding-Gesellschaft der Stadt Essen. 49 Prozent liegen bei der Remondis GmbH.

Viele Zahlen und Grundsätzliches finden Sie im EBE-Geschäftsbericht.

Die EBE stellt in Essen fast die gesamte Abfallabfuhr sicher. Bei den Privatkunden stehen ca. 29.000 Braune Tonnen (Bio), ca. 45.000 Blaue Tonnen (Papier) und 120.000 Graue Tonnen (Restmüll). Die Behälter sind zwischen 40 und 1.100 Liter groß. Das Stadtgebiet teilt sich für die EBE-Fahrzeuge in knapp 250 Reviere auf. Zusammengenommen werden mit fast 50 Fahrzeugen täglich über 800 Tonnen Abfall und Wertstoffe bei den Essener Bürgern abgefahren.

Unverzichtbar sind heute die Recyclinghöfe und -stationen. Als vor über 20 Jahren  die ersten Abgabestellen dieser Art entstanden, war Essen als eine der ersten Städte Deutschlands mit dabei. Aus der Kühlschrank-Annahme an der Elisenstraße sind heute zwei große Höfe (Altenessen und Werden) und vier kleinere Stationen im gesamten Stadtgebiet geworden.

Praktisch überall stehen heute Depotcontainer: Altkleider (gut 370 Container, Sammelmenge rund 2.100 Tonnen im Jahr) und Altpapier (rund 1.000 Tonnen pro Woche) werden gesammelt. Acht eigene Fahrzeuge setzt die EBE ein, um dieses Papier zu sammeln. Mit etwa 80 Prozent ist die Auslastung der Altpapiercontainer zufriedenstellend. Die meisten der gut 600 Standplätze halten Altpapier- (über 1.200 Stück) und Altglascontainer (Rhenus AG) bereit. Die EBE kümmert sich auch um die Reinigung der Standplätze.

Ob auf Baustellen, bei privaten Sanierungen, beim Polterabend, zum Wochenmarkt oder beim großen Aufräumen im Garten: EBE-Container sind  immer praktisch. Über 40 Fahrzeuge sind täglich in Essen im Einsatz, um Behälter zwischen einem und 39 Kubikmetern zu platzieren und abzuholen. Am Standort Stauderstraße unterhält die EBE eine eigene Sortieranlage.

Mit mehr als 350.000 Fahrkilometern im Jahr umrundet die EBE-Reinigung ungefähr neunmal die Erde. Tatsächlich ist sie täglich auf Essens Straßen, Wegen und Plätzen im Einsatz. Sie versorgt u. a.

    • mehr als 5.000 Papierkörbe in Essen (an Gehwegen, Fußgängerzonen, in Parks, auf Spielplätzen, am Baldeneysee)
    • ca. 400 städtische Spielplätze
    • ca. 20 Prozent der Essener Grünflächen, vor allem die großen Parks wie Hallo-Park, Stadtgarten, Brehm-Insel, Krupp-Park, Uni-Park, Löwental, Kaiser-Wilhelm-Park, Park an Schloß Borbeck, Ruhrauen Steele (Hänglerstraße)
    • die Innenstadt nahezu rund um die Uhr.

 Im Herbst entfernt die EBE satzungsgemäß das Laub von Essens Straßen. Eine harte Zeit zwischen Oktober und Anfang Dezember, in der bis zu 4.000 Tonnen Laub anfallen.

  • Winterdienst

Im Winterhalbjahr zwischen 1.11. und 15.4. halten die Streufahrzeuge der EBE durch ihren Winterdienst rund ein Drittel der Straßen in Essen befahrbar. Die Streupläne der Klassen A (große Durchgangsstraßen) und B (Nebenstraßen) räumt und streut die EBE im Auftrag der Stadt Essen. Die Streupläne werden vom Rat der Stadt Essen beschlossen. Voraussetzung für die Aufnahme einer Straße ist, dass sie die drei nötigen Kriterien erfüllen (verkehrswichtig, gefährlich und innerhalb geschlossener Ortslagen). Straßen mit Winterdienst sind im Winterdienstverzeichnis aufgeführt.

Mit etwa 15 Fahrzeugen werden die A-Pläne (28 Stück) rund um die Uhr versorgt, sieben Fahrzeuge fahren die Streupläne B (sieben Stück) in der Zeit von 6-22 Uhr. Ein kompletter Durchgang bringt es auf ca. 1.120 Kilometer Fahrtstrecke. Gestreut wird mit einem Feuchtsalzgemisch aus zwei Dritteln Streusalz und einem Drittel feuchter Sole. Es haftet besser als trockenes Streugut und lässt den Belag schneller tauen. Dabei kann kann, je nach Verkehrsaufkommen und Intensität der Witterungsbedingungen, ein Streuplan-Durchgang zwischen drei und acht Stunden dauern. 

Mit Streusalzvorräten am Betriebshof Pferdebahnstraße (Salzsilos und Salzhalle), Elisenstraße (Salzbunker) und am Recyclinghof Werden (Salzsilos) hat die EBE ihre Lagerkapazitäten breit aufgestellt.

  • Mitarbeiter

Mitarbeiter: rund 1.000

darunter Auszubildende: ca. 45

  • Werkstatt

Als Unternehmen, das auf seinen Fuhrpark von rund 300 Fahrzeugen angewiesen ist, unterhält die EBE eine eigene Werkstatt. Knapp 80 Mitarbeiter kümmern sich hier um die EBE-Spezialfahrzeuge, aber auch um Fremdaufträge, beispielsweise Fahrzeuge der Stadtverwaltung, der Feuerwehr, der Stadtwerke Essen AG. Die riesigen Hebebühnen bekommen problemlos auch einen dreiachsigen Müllwagen in die Höhe. 

(Stand 04/2013)