Salz adieu – Winterdienst 2008/2009 endet nach rund 25.500 Kilometern
Gelungene Premiere für neues Konzept der Entsorgungsbetriebe Essen
Nach über fünf Monaten endet am Wochenende der winterliche Ausnahmezustand bei der Entsorgungsbetriebe Essen GmbH (EBE): Seit November 2008 läuft die Winterdienst-Zeit, diesmal noch bis Ostersonntag ,12.April 2009, vorausgesetzt die Wetterlage ist ausreichend frühlingshaft. Danach werden die Schneepflüge und Streuteller abgebaut und die Streufahrzeuge fahren wieder als ganz normale Großkehrmaschinen durch Essen.
Im Gegensatz zum überaus milden Winter 2007/2008 hatte der vergangene es in sich. Kurz vor Ende der offiziellen Winterdienstzeit 2008/2009 hatten die Entsorgungsbetriebe Essen insgesamt etwa eingesetzt:
1.500 Tonnen Salz
500.000 Liter Sole
25.500 Kilometer
Besonders der Jahresanfang forderte mit seinen Schneemassen, den dauerhaft eiskalten Temperaturen und vielen Glatteis-Nächten die gesamte Konzentration des Winterdienstes bei der EBE. Dieser begann die Wintersaison mit einigen internen Neuerungen, die sich in der Praxis erfreulicherweise allesamt gut bewährt haben.
Intensive Schulungen
Rund 150 Mitarbeiter, davon 22 aus der Müllabfuhr, die sich ausnahmslos freiwillig gemeldet hatten, dazu bis zu 25 große und kleine Streufahrzeuge für Einsätze und Kontrollfahrten bildeten das Rückgrat des Winterdienstes. Die ganze Truppe und die Fahrzeuge mussten zu jeder Tages- und Nachtzeit einsatzbereit sein.
Anders als in den Vorjahren wurde die Gruppe der Fahrer diesmal im Vorfeld individuell und damit noch intensiver geschult. Darin drückte sich auch eine ausdrückliche Wertschätzung ihrer verantwortungsvollen Arbeit aus, die sich sehr positiv auf die Motivation der Beteiligten auswirkte. Die vielen Einsätze in den frühen Morgenstunden taten ihr den Winter über keinen Abbruch.
Streupläne und Kontrollfahrten
Das Stadtgebiet wird nach so genannten Streuplänen abgefahren, die je nach Verkehrsbedeutung in A- und B- Pläne unterteilt sind. Nur verkehrswichtige oder gefährliche Straßen werden von der Stadt Essen ins Winterdienst-Verzeichnis aufgenommen und von der EBE geräumt und gestreut. Weil das den Bürgern oft nicht bekannt ist, führt das Nicht-Räumen und Nicht-Streuen zuweilen zu unnötiger Verärgerung.
Regelmäßig kontrollieren die EBE-Winterdienstler durch Kontrollfahrten die neuralgischen Stellen im Stadtgebiet, besonders bei unsicheren Wetterbedingungen. Bei angemessener Notwendigkeit lösen sie dann Streualarm aus. Die Kontrollfahrtenpläne wurden im Herbst 2008 überarbeitet und neu zusammengestellt. Das praktische Ergebnis war sehr zufriedenstellend: Als am 4. Januar frühabends gegen 18 Uhr der erste Schnee fiel, waren zehn EBE-Fahrzeuge bereits seit einer Stunde unterwegs!
Werkstatt zog mit
Die folgenden Januar-Tage forderten alle Beteiligten und auch die Technik mächtig heraus. Bei solcher Dauerbelastung verschleißen Teile natürlich schneller, es treten mehr Schäden auf. Die EBE-eigene Werkstatt gewährte in der kalten Phase zu Jahresanfang den Winterdienst-Fahrzeugen rund um die Uhr Vorrang und brachte sie schnell wieder zurück auf die Straße.
Dank der Flexibilität und der Einsatzfreude der beteiligten Mitarbeiter wurde die Hoch-Phase des Winters gut gemeistert. Das neue Konzept trägt und wird sicher in den folgenden Jahren gefestigt – vorausgesetzt, die Winter bringen wieder Schnee und Eis.





