Wind und Wetter beuteln die Reinigungskolonne

Montag 11. Februar 2013

Unter erschwerten Bedingungen kehrten, schoben und schaufelten die Männer der Entsorgungsbetriebe Essen (EBE) in diesem Jahr hinter den Rosenmontagszügen her. Mit viel mehr Handarbeit als üblich folgten sie dem bunten Tross. Weil sie diesmal von drei Stellen nacheinander die Rüttenscheider Umzugsstrecke angingen, konnten schneller als sonst Teilabschnitte wieder für den Straßen- und Bus-/Bahnverkehr freigegeben werden. Um 16.20 Uhr war bis zum Stadtgarten schon alles ganz manierlich, eine halbe Stunde später war die komplette Zugstrecke wieder befahrbar.

Muskelkraft war Trumpf
Wegen der kalten Witterung fielen die großen Kehrmaschinen aus: Sie stehen derzeit komplett als Winterdienstfahrzeuge bereit. Immerhin konnte morgens die Entscheidung fallen, wenigstens kleine Kehrmaschinen einzusetzen. Das war bis zuletzt ebenfalls fraglich gewesen, weil sie Wasser einsetzen und bei Frost nicht arbeiten dürfen. Bei zwei Grad im Plus-Bereich war es nun zumindest nachmittags möglich. Zum Glück, so hatte die Reiniger-Truppe beim Kehraus in Rüttenscheid maschinelle Hilfe.
Problematisch war jedoch die ganze Zeit über der Wind, der den zusammengekehrten Konfetti-Häufchen oft Eigenleben einhauchte – und sie wieder in alle Richtungen zerstob. Es machte vielfach doppelte Arbeit. Also änderten die Reiniger ihre Taktik: Anstatt die Kehrichthügel für die kleinen Kehrmaschinen liegen zu lassen, schaufelten sie sie direkt auf die Ladeflächen der Begleitfahrzeuge. Muskelkraft war heute wirklich Trumpf.

Erfreulich die Pannenstatistik, die sehr gering blieb. Die Besatzung des eigens mitgereisten EBE-Werktstattwagens hatte kaum etwas zu tun: kein einziger Platten, nur zwei Kleinigkeiten waren zu reparieren.

Die zweite Zugrunde in Kupferdreh, die erst um 16.11 Uhr Uhr begann, muss vollständig per Hand gesäubert werden. Fallende Temperaturen verhindern dort den Einsatz der Kleinkehrmaschinen.

Nach der Grobreinigung heute werden im Laufe der Woche die Feinarbeiten in den Revieren vorgenommen, damit die Spuren der Rosenmontagszüge dann auch wirklich beseitigt sind.

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Anstrengende Handarbeit: Mit 100 Mann rückte die EBE dem Dreck der Rosenmontagszüge zu Leibe. Kleinkehrmaschinen halfen, zumindest nachmittags in Rüttenscheid noch.