Winter hat immer noch Ausdauer

Dienstag 12. März 2013

So viel Weiß ist es gar nicht, aber die Rückkehr des Winters brachte Glatteis mit – und das bekam so mancher zu spüren an diesem Dienstag. Eine dünne Schneedecke, verdichtet durch überfahrende Autos, dazu Minustemperaturen und Wind. Bereits in der Nacht begann die Schlitterpartie, nicht zuletzt auch für die EBE selbst: Ein Streufahrzeug landete des Nachts im Graben, als es eine Unfallstelle nahe der Hammerstraße umfahren sollte. Der Feuerwehr sei Dank kam es an den Haken und am Ende wieder auf die Fahrbahn.

Seit Montagabend, 20 Uhr, waren die EBE-Winterdienstfahrzeuge unterwegs und arbeiteten die großen Streupläne ab. Dazu gab es Einzeleinsätze an Unfallstellen. Heute Morgen ab 6 Uhr kamen die kleinen Streuer für Nebenstraßen hinzu.

Nach einer ersten Runde schlossen die Entsorgungsbetriebe gleich eine zweite an. Dünn, aber stetig rieselte der Schnee-Nachschub aus dem Himmel. Streuplan-Fahrten im laufenden (Berufs-) Verkehr verzögern den Ablauf enorm, und so dauerte die zweite Tour bis in den Nachmittag. Rund 300 Tonnen Salz und etwa 60.000 Liter Sole werden dann ausgebracht sein.

Über Kontrollfahrten in alle Himmelsrichtungen behalten die EBE den Straßenzustand nun im Blick und rücken bei Bedarf wieder aus.

Winterdienst für den großräumigen Verkehr
Die EBE räumt und streut in Essen im Rahmen der Winterwartung im Auftrag der Stadt rund ein Drittel der Straßen. Satzungsgemäßes Ziel ist, den großräumigen Verkehr auf verkehrswichtigen, gefährlichen Strecken zu ermöglichen und dem öffentlichen Nahverkehr freie Fahrt zu verschaffen. Mehr nicht.
Der gesamte Rest des Straßennetzes wird seitens der EBE nicht bedient, sondern obliegt den Anwohnern selbst. Wollen sie eine Winterwartung in ihrer Straße, müssen sie selbst Schneeschiebe und Besen schwingen oder einen privaten Räumdienst engagieren.

Die EBE empfiehlt, bei schwierigen Straßenbedingungen im eigenen Interesse nach Möglichkeit auf das eigene Auto zu verzichten und öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen oder zu Fuß zu gehen.