Winterdienst ist vorbereitet
Seit Anfang November 2008 ist die Entsorgungsbetriebe Essen GmbH (EBE) für den Einsatz gegen Schnee und Eis gerüstet. Rund 150 Mitarbeiter sind dafür geschult und in der Rufbereitschaft verplant worden. Bis ins Frühjahr 2009 (Ostern) steht nun ein Bereitschaftsdienst rund um die Uhr parat.
Vom 1.11.2008 bis mindestens 15.04.2009 dauert die Winterdienstperiode bei der EBE – unabhängig von einem tatsächlichen Winterdiensteinsatz.
Nach Abschluss sämtlicher Vorbereitungen wird es Im Frostfall sehr schnell gehen: Sämtliche Streufahrzeuge sind einsatz- und funktionsfähig, mit den entsprechenden Aufsätzen zum Winterdienst ausgerüstet, eine ausreichende Menge Streusalz ist vorrätig.
Nur dank solch sorgfältiger Planung ist bei einem Winterdiensteinsatz sichergestellt, dass die in den Streuplänen enthaltenen Essener Straßen und Wege rechtzeitig von Schnee und Eis geräumt und gestreut sind.
Neu: Intensive Schulungen vermitteln Praxis
Erstmals wurden in diesem Jahr rund 25 Mitarbeiter intensiv in Einzelbetreuung mehrere Tage geschult, um ausreichend (Fahr-) Praxis mit den Streufahrzeugen zu sammeln. Die jährlich üblichen Auffrischungsschulungen für die Fahrer im Winterdienst laufen zusätzlich.
Seit August bereits ist ein Streufahrzeug zu Schulungszwecken abgestellt. Der Winterdienst wird mit umgerüsteten Großkehrmaschinen gefahren und auch geübt. Sie sind alle rechtsgelenkte Fahrzeuge. Dazu kommen die spezielle Technik des Aufrüstens, z. B. des Schneepfluges, das Nachladen von Salz und Sole sowie der Streuvorgang selbst bei zuweilen großer Verkehrsdichte und schwierigen Bedingungen (Sichtverhältnisse, Glätte, Enge).
Das Kommando zum Streuen und Räumen gibt der jeweilige Einsatzleiter nach Auswertung der Wetterprognosen und der mehrmals täglich eintreffenden aktuellen Wettermeldungen. Auch Hinweise von Polizei, EVAG oder Feuerwehr über Straßenglätte im Stadtgebiet werden mit einbezogen.
Bei Temperaturen um den Gefrierpunkt werden sowohl tagsüber, als auch nachts Kontrollfahrten auf ausgesuchten Straßen im gesamten Stadtgebiet unternommen und Straßenglätte dann sofort beseitigt, falls nötig.
50 Streupläne für Essen – Autobahnen betreut der Landesbetrieb
Insgesamt gibt es über 50 Streupläne, die von der Stadt Essen nach Priorität festgelegt sind. Grundsätzlich werden nur Straßen und Marktplätze geräumt und gestreut, die verkehrsbedeutend sind und gefährliche Stellen aufweisen. Anrufe von Privatpersonen, die einen Streudienst in Nebenstraßen wünschen, können daher nicht berücksichtigt werden.
Übrigens: Für die Autobahnen im Stadtgebiet Essen und auch weite Teile der Landesstraßen, z. B. die B 224 und die B 227, ist der Landesbetrieb Straßen NRW zuständig.
Die 50 Streupläne umfassen eine Gesamtlänge von mehr als 1.000 km und werden im Bedarfsfall von bis zu 24 Streufahrzeugen abgefahren. Hierbei kommen umgebaute Großkehrmaschinen ebenso zum Einsatz wie Containerfahrzeuge, Kleinlaster und Multifunktionsgeräteträger.
Die Salzsilos auf dem Betriebshof sind nicht zuletzt wegen des letzten milden Winters 2007/2008 randvoll gefüllt mit über 1.200 Tonnen Natriumchlorid-Streusalz. Um dies gezielt auf den Straßen zu verteilen, wird das Streusalz mit einer Sole namens FS 30 vermengt. Es haftet und wirkt dann auch besser. Bis zu 60.000 Liter dieser Salzsole können von den Mitarbeitern der Entsorgungsbetriebe selbst hergestellt werden.
Informationen über das empfohlene Verhalten im so genannten Streufall, Tipps für Schnee und Glätte sowie das Winterdienstverzeichnis der Stadt Essen sind auf den Internetseiten der EBE zu finden:
http://ebe-essen.de/Beratung/Schnee, was nun?
http://ebe-essen.de/Stadtreinigung/Winterdienst
Essen, den 21.11.2008





