Erstes Nutzfahrzeug mit Elektroantrieb bei der EBE

Dienstag 9. April 2019

Herzlich willkommen, Streetscooter!
Er ist leise und stinkt gar nicht: Klein und unauffällig hat sich der erste Streetscooter in den Fuhrpark der Entsorgungsbetriebe Essen (EBE) geschoben. Mit ihm hält das erste Nutzfahrzeug mit Elektroantrieb Einzug – eine grundsätzliche Neuheit. Sein Einsatzgebiet ist die Essener Innenstadt samt Fußgängerzonen.

Ohne Abgase und ohne nennenswerte Geräusche rollt der Streetscooter über die Straße. Innerhalb der EBE-Flotte ist er der kleinste Flitzer, aber ein besonderer: Sein Einsatz wird die Passanten deutlich weniger stören als die sonst üblichen Klein-Lkw mit Dieselantrieb.

„Wir starten mit diesem Fahrzeug in ein ganz neues, publikumsfreundliches Kapitel“, erläutert Anja Wuschof, Leiterin der Straßenreinigung. „Es erzeugt keine schädlichen Abgase unterwegs, was der Luftqualität zu Gute kommt. Ein Vorteil sowohl für die Passanten, wie auch für unsere Mitarbeiter, die direkt hinter dem Fahrzeug arbeiten.“


Jeder Beitrag für bessere Luft zählt
Dahinter stehen das Selbstverständnis und der Eigenanspruch der EBE: „In Zeiten konstanter Diskussion um Luftbelastungen sehen die Entsorgungsbetriebe Essen sich auch in der Rolle, solche alternativen Antriebsarten zu testen und bei Eignung auch einzusetzen“, sagt Stephan Tschentscher, Geschäftsführer des operativen Bereiches bei der EBE. Er meint: „Jeder kleine Beitrag zur Verbesserung der Luft- und damit Lebensqualität zählt.“

In der Innenstadt, dem publikumsträchtigsten Revier von ganz Essen, nutzt das Reinigungsteam den kleinen orangefarbenen Flitzer überwiegend zum Leeren von Papierkörben. Dort soll er die gesamte Woche, von Montag bis Sonntag, im Einsatz sein. Besonders für den relativ leichten Unterwegs-Müll, der typischerweise in der City anfällt, ist der Streetscooter bei der EBE zweckmäßig.

Vielleicht auch Doppelschichten fahren
Zunächst setzt die EBE den Neuen in der Mittagschicht ein, nachts lädt er am Betriebshof. Seine Reichweite dürfte rund 100 km betragen, das genügt. Doch die Gedanken gehen schon weiter: „Hier wollen wir noch Erfahrungen sammeln, ob auch eine Doppelschicht möglich wäre“, so Anja Wuschof. „Dann könnte auch die Vormittagsschicht schon mit dem E-Antrieb fahren und wir hätten vom Streetscooter doppelten Nutzen.“

Und wenn er sich gut bewährt? Durchaus denkbar, dass demnächst eine Reihe von Geschwistern im EBE-Fuhrpark auftauchen.