Hausmüll unbedenklich – Abfallabfuhr noch voll leistungsfähig

Freitag 20. März 2020

In Essen existieren bereits einschneidende Schutzmaßnahmen, um die weitere Ausbreitung der Corona-Pandemie zu stoppen. Bisher fahren die Abfallsammelfahrzeuge der Entsorgungsbetriebe Essen (EBE) noch in gewohntem Umfang, allerdings vorsichtshalber bereits in versetzten Schichten.

Die EBE schützt ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie die Kunden durch unterschiedliche Maßnahmen vor Ansteckungen, um möglichst lange ihre Leistungen in vollem Umfang erbringen zu können.

Hausmüll weiterhin ungefährlich
Für die Haushalte in Essen gibt es derzeit noch keine Einschränkungen in der Müllabfuhr. Erfreulich ist, dass es auch keine gesundheitlichen Bedenken im Umgang mit den Haushaltsabfällen gibt: „Der Dachverband der kommunalen Unternehmen und auch die Interessengemeinschaft der Abfallverbrennungsanlagen stufen den üblichen Hausmüll trotz Corona als ungefährlich ein“, erklärt Bettina Hellenkamp, Pressesprecherin der EBE. „Dies gilt auch für Menschen in Quarantäne und sogar für an Corona Erkrankte, die zuhause leben. Der Abfall darf ganz normal in einer verschlossenen Plastiktüte in die Tonne gegeben werden. Auch für unsere Mitarbeiter sind keine besonderen Schutzmaßnahmen nötig.“

Bitte um Unterstützung: Abfälle verringern, Sperrmüll noch etwas lagern
Während dieser schwierigen Phase ist es essenziell, dass die Essenerinnen und Essener ihre EBE unterstützen. Folgendes hilft uns allen:
* allgemein wenig Abfall produzieren, diesen dann sehr klein machen
* nur absolut unverzichtbare Sperrmüll-Termine vereinbaren; Sperrgut möglichst noch eine Weile selbst lagern
* Grünschnitt vorerst im Garten lagern
* 1-2 Meter Abstand von den EBE-Mitarbeitern wahren und die Nies-/Hustenetikette einhalten

Einschränkungen bei Müllabfuhr vorstellbar
Im Rahmen der Pandemie-Planung der Stadt Essen gehören die Entsorgungsbetriebe zu den Kernbereichen für das Funktionieren der Stadt. Klare Pflicht der EBE und ihr oberstes Ziel ist es, im Rahmen der Daseinsvorsorge und Stadthygiene die Entsorgung der Abfallarten Restmüll und Bioabfälle besonders in dichter Wohnbebauung stets sicherzustellen. Sensible Abfälle aus Arztpraxen, Altenheimen und Krankenhäusern müssen stets entsorgt werden.

Bei allen anderen Leistungen, z. B. Stadtreinigung, Sammlung von Altpapier, Sperrmüll oder Metallschrott aus Privathaushalten und Gewerbebetrieben, kann es theoretisch nach und nach zur Reduzierung des Services kommen.

Beim Personal bereitet sich die EBE schon vor: Mitarbeiter werden intern geschult, um die Abfuhr dauerhaft sicherzustellen. Ebenso können in nächster Zeit die Fahrer aus dem kommunalen Containerdienst in der Abfallsammlung aushelfen.

Pandemie-Plan gibt stufenweise Einschränkungen vor
Sollte die Pandemie größere Ausmaße annehmen oder die EBE-Belegschaft stärker betroffen sein, greifen die diversen Stufen des Pandemie-Planes. Diese bedeuten nach und nach mehr stärkere Einschränkungen der stadtweiten Müllabfuhr und Straßenreinigung.

Ob und wann die Müllentsorgung verändert wird, hängt von der Entwicklung der Corona-Erkrankungen und der weiteren Ansteckungsgefahr ab. Die EBE sensibilisiert ihre Mitarbeiterschaft intern eindringlich, informiert umfassend und ruft alle zu Umsicht auf, damit die Belegschaft möglichst lange einsatzfähig bleibt.

Über etwaige Änderungen wird über die Presse und die EBE-Sonder-Webseite „Corona“
zeitnah informiert.