Neue Papierkörbe in Steele und Borbeck: „Bitte füttern!“

Dienstag 10. Juli 2018

Sie sind schlicht, robust und richtig groß: Insgesamt 46 neue Papierkörbe montierten die Entsorgungsbetriebe Essen jetzt in den Stadtzentren Borbeck (dort 24) und Steele (dort 22). Damit gewinnen die beiden Fußgängerzonen und angrenzenden Straßen nicht nur optisch: Die Neuen bieten künftig zusätzlich deutlich mehr Platz.


Neues Papierkorb-Konzept
„Die Verteilung der Körbe folgt einem ganz neuen Konzept“, so Melanie Tielke, EBE-Projektkoordinatorin: „Große „Icons“ in den Fußgängerbereichen, die kleineren Modelle „Strada“ (anthrazit, halbrund, hängend) in den Nebenstraßen. Sie wurden teilweise versetzt, teilweise durch neue ergänzt teilweise kommen sie woanders in Essen zum Einsatz.“

Diese neuen Körbe sind übrigens auch Bestandteil des 10-Punkte-Aktionsplans von „Essen bleib(t) sauber!“, der damit weiter Gestalt annimmt. Die Umsetzung des neuen Papierkorb-Konzeptes wird fortgesetzt: als nächstes voraussichtlich 2019 in Werden und ausgewählten Geschäftsstraßen in Frohnhausen und Kray.

Mehr Körbe, mehr Sauberkeit
Anja Wuschof, die Leiterin der EBE-Straßenreinigung, erläutert den Hintergrund: „Wir tragen hier dem geänderten Freizeitverhalten Rechnung. Die Menschen sind heute mehr und länger draußen als früher, inzwischen das ganze Jahr über.“ Dabei entstehen dann auch mehr Abfälle. „Viele essen und trinken ja oft unterwegs“, so Anja Wuschof. „Wir leben <> und dafür muss ausreichend Abfallvolumen da sein. Wir erwarten, dass sich die Größe der neuen Papierkörbe sichtbar positiv auf die Sauberkeit auswirkt.“

Diese positive Erwartung hegen auch die beiden Bezirksvertretungen. Sie haben den Dialog mit der EBE geführt, die Idee größerer Papierkörbe unterstützt und begleitet. Dass nun in den beiden Stadtteilen als erste außerhalb der Innenstadt die neuen Papierkörbe zu stehen kommen, zeugt auch von der Bedeutung dieser Zentren.

Leerung wird leichter
Quadratisch kommen die „Icons“ daher, sind anthrazit lackiert und fassen jeweils 100 Liter. Die Neuen sind damit doppelt so groß: Um rund 2.000 Liter in Steele und rund 1.000 Liter in Borbeck pro Leerung steigt das Papierkorb-Volumen mit den „Icons“ an. Das bedeutet in beiden Stadtzentren rund viel mehr Platz für Unterwegs-Abfälle.

„Icon“ verfügt über einen Eimer im Innern. Darin steckt ein EBE-Sack aus Recycling-Kunststoff („low density polyethylen“, kurz: LDPE), der bei der Leerung ausgetauscht wird. Die EBE-Reiniger müssen jetzt nicht mehr den gesamten, schweren Korb an die Ladekante des Fahrzeugs wuchten wie bisher. „Eine deutliche Erleichterung für unsere Kollegen“, kommentiert Melanie Tielke, die den Austausch begleitet hat.

Kompakter Austausch an einem Tag
Am Wochenende war es dann soweit: Zwei EBE-Teams waren sonntags in Borbeck und Steele aktiv, um in einer konzertierten Aktion sämtliche alten Papierkörbe zu erneuern. „Der Sonntag hatte den Vorteil, dass viel weniger Publikum unterwegs war und wir den Austausch ohne den üblichen Betrieb in den Fußgängerzonen vornehmen konnten“, erläutert Melanie Tielke. Hübsch ordentlich stehen nun die „Icons“, jeweils an Laternen befestigt. Ungefähr die Hälfte von ihnen trägt zudem Werbetafeln, auch das ist eine Neuheit.

Wertige Optik für den öffentlichen Raum
Neben dem Rundum-Einwurf-Schlitz verfügen alle neuen Körbe im Deckel über einen Ascher, um Zigaretten auszudrücken. „Die Nutzung ist von allen Seiten aus möglich“, so Anja Wuschof. „Das erlaubt den schnellen Einwurf und macht es so den Passanten leicht.“ Sie setzt auf das Plus der Neuen: „Das Erscheinungsbild Borbecks und Steeles wird optisch aufgewertet durch die edlen Behälter. Sie sind groß und hungrig“, sagt sie mit einem Augenzwinkern. Ihre Botschaft: „Bitte füttern!“