Sehr hohes Aufkommen an Sperrmüll-Anfragen führt zu Wartezeiten

Mittwoch 22. April 2020

Die Entsorgungsbetriebe Essen (EBE) stellen einen ungewöhnlich hohen Andrang auf den Sperrmüll-Service fest. Wegen der vielen Anrufe und E-Mails dauert deren Bearbeitung momentan deutlich länger als üblich. Die EBE bittet, von zwischenzeitlichen Nachfragen abzusehen: Durch diese Dopplungen dauert die Abarbeitung aller Terminanfragen dann noch länger. Keine Sorge: Jede Anfrage wird beantwortet.

Hotline-Team für Sperrmüll-Termine verstärkt
Die Essenerinnen und Essener nutzen ihre gewonnene Zeit in der Corona-Pandemie offenbar zum Ausmisten und möchten ungewöhnlich zahlreich Sperrmüll-Termine vereinbaren. Das fordert die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Hotline derzeit sehr heraus. Die Entsorgungsbetriebe bitten um Verständnis, dass bis zu zehn Tage vergehen können, bis eine konkrete Antwort und Terminierung möglich ist. Das Sperrmüll-Team wurde bereits verstärkt, um die Bearbeitungszeiten zu verringern.

In der Folge der zahlreichen Anfragen verlängern sich auch die Wartezeiten auf eine Sperrmüll-Abfuhr: Zwischen 4 und 6 Wochen in der Zukunft liegen die Termine, die zurzeit vergeben werden können. Jedoch liegen die Anforderungen der Bürgerinnen und Bürger deutlich über dem, was mit den vorhandenen Kapazitäten an Personal und Fahrzeugen leistbar ist.

Bitte: Nur dringenden Sperrmüll anmelden
Die Entsorgungsbetriebe rufen noch einmal dazu auf, nur dringend nötige Sperrmüll-Abfuhren zu bestellen. „Was jahrelang im Keller oder auf dem Dachboden gelegen hat, muss doch nicht genau jetzt entsorgt werden“, formuliert Birgit Papenstein, die Leiterin der Abfallabfuhr. „Bitte seien Sie solidarisch und warten Sie noch einige Zeit, bis Sie den Sperrmülltermin anfordern. Das würde allen helfen.“

Bisher kommen die Entsorgungsbetriebe verhältnismäßig gut durch die Corona-Zeit, lediglich die Recyclinghöfe wurden aus Infektionsschutzgründen geschlossen. Die Lage könne sich jedoch ändern, sollten viele Mitarbeiter gleichzeitig ausfallen. Notfalls müssten dann verzichtbare Dienstleistungen wie z. B. Sperrmüll-Abfuhr unterbrochen werden, um Personal anderweitig einsetzen. Eine Bewertung würde unter Aspekten der Stadthygiene getroffen.