EBE-Theaterstück: „Herr Stinknich“ wird in Grundschulen richtig nachhaltig
Die EBE ist nicht nur für die Sauberkeit der Stadt und die Abfallabfuhr zuständig, zu ihrem Aufgabenbereich gehört unter anderem auch die Abfallberatung. Deswegen geht sie ganz bewusst in Kitas und Grundschulen: „Der beste Abfall ist jener, der erst gar nicht entsteht“, weiß Abfallpädagoge Patrick Strohm, den Essener Kindern besser bekannt als „Herr Stinknich“. „Kinder sind für uns eine besonders wichtige Zielgruppe: Sie sind wissbegierig, sensibel für Umweltthemen und am Klimaschutz meist sehr interessiert“, so Strohm. Mit seinem neuen Theaterstück „Herr Stinknich richtig nachhaltig“ besucht der Schauspieler auch im neuen Jahr 2026 Grundschulen in ganz Essen.
Themen wie Abfallvermeidung und Recycling stehen bei Dritt- und Viertklässlern hoch im Kurs
Auf der Bühne macht Patrick Strohm zunächst seinen ganz normalen Job als fleißiger Straßenreiniger der EBE: „Herr Stinknich“, eben. Dann überschlagen sich plötzlich die Ereignisse: Der achtlos weggeschmissene Abfall wird lebendig und protestiert leidenschaftlich gegen Verschwendung. Eine halb aufgegessene Dönertasche, ein nicht mehr so schöner Tischtennisschläger oder eine Orangensaftverpackung plädieren singend und tanzend für nachhaltiges Konsumverhalten.
„Die Themen Abfallvermeidung, Wiederverwertung, Abfallsortierung und Recycling stehen bei den Dritt- und Viertklässlern hoch im Kurs“ sagt Strohm. „Wenn ich auf der Bühne in verschiedene Rollen schlüpfe und als ‚DJ Döni‘, ‚King Richy‘ oder ‚O-Safti‘ über verschiedene Aspekte der Ressourcenschonung spreche und singe, denken die Kinder auch über ihren eigenen täglichen Konsum und ihr Verhalten bezüglich Einweg- oder Mehrwegverpackungen, Lebensmittelverschwendung oder einem nachhaltigeren Umgang mit Elektrogeräten nach.“ So stelle er ganz bewusst die Frage, ob es – auch schon bei Kindern – ständig ein neues Smartphone sein muss oder ob abgelegtes Spielzeug nicht auch getauscht oder verschenkt werden könne. „Wir wollen mit dem Theaterstück zeigen, dass auch schon die kindliche Lebenswelt viele Möglichkeiten bietet, die achtlose Verschwendung zu vermeiden und somit den Klimawandel aktiv einzudämmen.“
Theaterstücke für verschiedene Altersgruppen, Führungen, Entdeckerkoffer – viele kostenfreie Angebote
Die Aufführung dauert eine knappe Stunde, für die Schulen ist sie kostenfrei. „Als Entsorgungsunternehmen übernehmen wir die Kosten gern, denn wir sind tatsächlich sehr daran interessiert, dass Abfall vermieden oder zumindest nicht achtlos und falsch entsorgt wird“, sagt Ulrich W. Husemann, Geschäftsführer der EBE. „Und weil man mit umweltpädagogischen Hinweisen gar nicht früh genug starten kann, kommen wir mit unseren Theaterstücken bereits in die Kitas und Grundschulen“, betont Husemann. Sehr viel Spielzeug und sogar Schuhe enthielten inzwischen Batterien oder Akkus, die meisten Spielsachen bestünden aus Plastik. „Deswegen sollen die Kinder Themen wie Elektroschrott, Schadstoff-Abgabe und Abfalltrennung möglichst früh kennenlernen und die Wichtigkeit ihres eigenen Mitmachens erkennen.“ Neben dem Theaterstück verleiht die EBE monatsweise einen Entdeckerkoffer mit zahlreichen Materialien zum Thema. Kitas können außerdem Besuch von einer Kleinkehrmaschine bekommen und eine Führung über den Recyclinghof in Altenessen buchen. Auch diese Angebote sind für die Einrichtungen kostenfrei. Bei Interesse können sich interessierte Schulen oder Kitas unter presse@ebe-essen.de an die EBE wenden.





