Fragen und Antworten zum Winterdienst

Für den Winterdienst in Essen gibt es unterschiedliche Zuständigkeiten. Während die EBE für den Fahrbahnwinterdienst auf ausgesuchten Straßen zuständig ist, ist der Winterdienst auf Gehwegen auf die Eigentümer der angrenzenden Grundstücke übertragen. Näheres zum Gehwegwinterdienst regelt die Straßenreinigungs- und Winterdienstsatzung der Stadt Essen.

Insgesamt sind etwa 230 Mitarbeiter am Winterdienst beteiligt. Rund 170 davon sind Fahrer aus den Bereichen Abfallabfuhr, Straßenreinigung und kommunalen Containerdienst. Dazu kommen Einsatzleiter, Baggerfahrer und Werkstattmitarbeiter, die ebenso wie die Fahrer in Rufbereitschaftsplänen verfügbar gehalten werden. An Winterdienstgeräten stehen der EBE 26 Räum- und Streufahrzeuge sowie ein separates Solefahrzeug zur Verfügung.

Sobald sich Schnee oder Glätte ankündigt, werden die im Rufbereitschaftsplan der EBE hinterlegten Mitarbeiter informiert und zum zentralen Betriebshof beordert. Rechtzeitig vor Beginn des Schneefalls sind alle Mitarbeiter auf dem zentralen Betriebshof an der Pferdebahnstraße vor Ort und bereit, das Gelände mit Streufahrzeug und Einsatzplan zu verlassen.

Grundsätzlich werden nur die Straßen geräumt und gestreut, die im Winterdienstverzeichnis der Stadt aufgeführt sind. Hierbei erfolgt eine Unterteilung in Streuplan A und Streuplan B. Die Streupläne werden jährlich zwischen Stadt, Ruhrbahn und EBE abgestimmt.

Die Straßen im Streuplan A sind Hauptverkehrsstraßen, Durchfahrtsstraßen, Bus- und Straßenbahnlinien. Sie werden rund um die Uhr (24/7) geräumt und gestreut, da sie für den Verkehr besonders wichtig sind. Die darin enthaltenen zweispurigen Durchfahrtsstraßen befinden sich in den ersten 6 von 28 Plänen.

Die Straßen im Streuplan B sind die wichtigen Nebenstrecken und Erschließungsstraßen. Sie werden täglich von 6.00 bis 22.00 Uhr geräumt und gestreut.

Gerade bei anhaltendem Schneefall kommt es vor, dass Straßen wiederholt geräumt und gestreut werden müssen, da sie bereits wieder mit Schnee bedeckt sind. Gleiches gilt, wenn unter dem gefallenen Schnee Eis entsteht oder Eisregen fällt. Dadurch tritt erneut Glätte auf und die Straßen müssen mehrfach abgefahren werden.

Die Autobahnen sowie die Auf- und Abfahrten gehören in den Verantwortungsbereich von Straßen.NRW und die Streumaßnahmen werden von dort koordiniert.

Die Entsorgungsbetriebe Essen sind laut Winterdienstverzeichnis für rund ein Drittel der Straßenkilometer im Winterdienst verantwortlich. Die Streufahrzeuge fahren die entsprechenden Routen gemäß des Gesamtstreuplans ab. Aufgrund der Anzahl der eingesetzten Fahrzeuge können die Mitarbeiter nicht überall gleichzeitig sein. Ist das Streugut zudem aufgebracht, müssen die Fahrzeuge am zentralen Betriebshof neu befüllt werden. So kann es durchaus vorkommen, dass die Wagen nicht gesehen werden, auch wenn sie im Einsatz sind.

Das Einstellen der Müllabfuhr erfolgt nur, wenn es aufgrund der Wetterlage eine Gefahr für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und/oder Bürgerinnen und Bürger gibt. Aufgrund der gefrorenen Straßen ist dies aktuell der Fall. Ein Müllwagen lässt sich aufgrund seines Gewichts bei Weitem schwieriger manövrieren als ein PKW. Wenn dann noch der Untergrund rutschig ist, geht die Sicherheit vor.

Die Müllabfuhr musste für zwei Tage aus Sicherheitsgründen eingestellt werden. Die Müllfahrzeuge der EBE sind nun wieder unterwegs. Dadurch ergibt sich eine Verzögerung von grundsätzlich zwei Tagen. Allerdings kommen unsere Fahrzeuge nicht überall durch, da nicht alle Straßen im Winterdienstverzeichnis sind. Durch Schneeverwehungen und einer klirrenden Kälte sind so manche Stellplätze und Transportwege wieder zugeeist. Zudem sind Tonnen und der Müll teilweise gefroren, was die Arbeit der Müllabfuhr zusätzlich erschwert und zu zeitlichen Verzögerungen führt. Selbstverständlich nimmt die EBE die bis Samstag zusätzlich anfallenden Müllmengen im Rahmen der Zuladungsmöglichkeiten auch mit.

Da die Müllfahrzeuge dauerhaft im Stop-and-go-Betrieb fahren und das jeweilige Anfahren bei glatten Straßen große Probleme verursacht wird gebeten, genügend Abstand zu den Müllfahrzeugen zu lassen. Damit der Behälterstellplatz und das Fahrzeug so einfach wie möglich erreicht werden können, sollte der Transportweg und Stellplatz weitgehend von Schnee und Eis befreit sein.